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  • Anna & Marlene

Woman of the Month Februar: Professorin Tina Eliassi-Rad

In diesem Monat möchten wir euch Tina Eliassi-Rad vorstellen. Sie wurde kürzlich in eine Branchenliste der 100 einflussreichen Frauen im Bereich KI-Ethik aufgenommen.


(Quelle: http://eliassi.org/tina2016highres.png)


Tina Eliassi-Rad ist heutzutage Professorin für Computerwissenschaften an der Northeastern University in Boston, USA. Zuletzt hat sie zum Beispiel ein Seminar mit dem Titel "Algorithms that Affect Lives" gehalten, wozu ihr viele spannende Quellen auf ihrer Homepage finden könnt. Zuvor hatte sie eine außerordentliche Professur für Informatik an der Rutgers University in New Jersey.


Sie promovierte an der University of Wisconsin-Madison in Informatik, wo ihr Nebenfach mathematische Statistik war. Ihre Forschung liegt an der Schnittstelle zwischen Data Mining, maschinellem Lernen und Netzwerkwissenschaft. Sie hat mehr als 100 (!) peer-reviewed Paper veröffentlicht, von denen einige sogar preisgekrönt sind, und über 200 Vorträge gehalten.


Tinas Arbeit nahm unter anderem Einfluss auf personalisierte Internetsuchen, Betrugserkennung, mobile Werbung und Ethik im maschinellen Lernen. Ihre Algorithmen wurden in Systeme integriert, die von der Regierung und der Industrie genutzt werden (z. B. IBM System G Graph Analytics), sowie in Open-Source-Software (z. B. Stanford Network Analysis Project). Im Jahr 2017 war sie Co-Vorsitzende der führenden Konferenz für Data Mining (KDD) und Co-Vorsitzende des Programms der International Conference on Network Science (auch bekannt als NetSci, der wichtigsten Konferenz für Netzwerkwissenschaften). Im Jahr 2020 war sie Co-Vorsitzende bei der International Conference on Computational Social Science. Sie erhielt 2010 einen Outstanding Mentor Award vom Office of Science des US-Energieministeriums, wurde 2019 Fellow der ISI Foundation in Turin, Italien, und bekam kürzlich wie schon erwähnt einen Platz auf der Liste der 100 brillantesten Frauen in KI-Ethik.

Part of the issue in a field such as computer science is that women and other under-represented minorities aren’t always seen. Initiatives like this one show that there are a lot of women who are qualified to do this work. (Quelle)

Tina setzt sich intensiv mit den wortwörtlich vorprogrammierten Vorurteilen in KI auseinander und fordert stets ein vermehrtes Verantwortungsbewusstsein von und gegenüber KI. Sie untersucht den Einfluss von KI auf unser tägliches Leben, beispielsweise in Social Media, aber auch in schwerwiegenderen Situationen wie in der Justiz oder im Bankwesen. Sie vergleicht Vorurteile in KI mit einem beißwütigen Hund: Nicht die KI ist voreingenommen, sondern ihr Programmierer (oder eben die/der Hundebesitzer*in).

As you are developing an algorithm you are making choices, and those choices have consequences. (Quelle)


Wer mag kann sich hier ihren Lebenslauf anschauen, der entspannte 32 Seiten lang ist.


Wer muss auch einmal kurz durchatmen? Wow.





 
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